Vitomatic I Vitomatic Ia Vitomatic II Vitomatic IIa

VITOMATIC, dieser Name deutet bereits daraufhin, das alles "automatisch" abläuft. Selbstverständlich müssen wir hierbei den technischen Stand von 1957 berücksichtigen. Aus der Vito B-Serie entwickelte Voigtländer seine Topmodell-Reihe Vitomatic heraus und brachte die ersten Modelle 1957 auf den Markt. "Automatisch" heißt: Alle Bedienungselemente sind klar und übersichtlich angeordnet. Der Blick auf die Kamera genügt, um die wenigen Handgriffe für die Aufnahme auszuführen. Der Verschlußring weist nach hinten auf die Zeitenskala und nach vorne auf die zugehörigen Werte der Blendenskala. Die Meterskala mit großem sicherem Einstellring besitzt rot ausgelegte Schnappschußmarken. Die Belichtung geht ganz "automatisch" von der Hand: Motiv durch den Sucher anvisieren, Nachführring drehen bis Kelle und Zeiger übereinander stehen - auslösen. Sämtliche Modelle der Vitomatic-Reihe sind mit dieser "automatic" ausgerüstet.

Die Vitomatic II entspricht dem Modell Vitomatic I, verfügt jedoch zusätzlich über einen Mischbild-Entfernungsmesser, der im Sucher eingespiegelt wird.

Im Jahr 1960 ersetzten die Vitomatic Ia und IIa die bisherigen Vitomatic-Modelle. Bei der Vitomatic Ia und IIa werden - zusätzlich zum Entfernungsmesser - der Zeiger und die Kelle des Belichtungsmessers in den Sucher eingespiegelt.


Vitomatic Ib Vitomatic IIb Vitomatic IIIb

Die VITOMATIC Baureihe, das Erfolgsmodell unter den Voigtländer-Kleinbildkameras der fünfziger und sechziger Jahre, präsentierte mit den Modellen "b" ein neues Gesicht mit interessanten Verbesserungen. Alle drei Modelle (Ib, IIb u. IIIb) haben eine neue Gehäuseform und einen um 4 mm verkürzten Objektivtubus. Deshalb wirken diese Modelle zierlicher, als die bisherigen Vitomatic-Modelle. Neu sind auch Rückspulkurbel, Vorratszählung und automatische Nullstellung des Bildzählwerks sowie Auslösesperre bei falsch eingelegtem Film. Besonders auffällig ist, dass der Auslöser von der Oberkappe auf die rechte Kamera-Forderseite verlegt wurde. Die Verlegung des Auslösers wurde notwendig um mehr Platz für die Lichtkuppel des Belichtungsmessers zu haben. Blitzgeräte werden bei diesen Modellen kabellos über den Blitzschuh angeschlossen. Die Zeit- und Blendenskalen sind im Sucher eingespiegelt, so dass die Kamera nicht mehr vom Auge abgesetzt werden muss. Eine Verbesserung der Nachführbelichtungsautomatik gestattet ein noch genaueres Einstellen in den Bereichen sehr geringer oder sehr großer Helligkeit.

Die Vitomatic Ib ist ohne Entfernungsmesser, die Modelle IIb und IIIb sind mit einem Mischbildentfernungsmesser, der im Sucher eingespiegelt wird, ausgestattet. Die Modelle IIb und IIIb unterscheiden sich nur am Objektiv. Die IIb ist mit einem Color-Skopar 1:2,8/50 mm und die IIIb mit einem Ultron 1:2/50 mm ausgestattet.